Projekt "bewegter Raum"

Gemeinsam mit den STADTGUTarchitektInnen beschäftigt sich die MSc seit einigen Wochen mit einem ganz besonderen Thema: mit "Raum".

Folgende Fragestellungen wurden im Projekt aufgeworfen und anhand von Beispielen behandelt: Was ist Raum? – privat und öffentlich… Wie sieht er aus? - im Hellen und im Dunkeln, im Wandel des Tages… Wie hört und fühlt er sich an? Wie riecht er? Raum sieht nie gleich aus!             

 

Bewusstes Erleben, Ergehen und Erfassen von Räumen und Raumsituationen erlebten die Kinder mit allen Sinnen im Rahmen einer Exkursion am „aktiven Nachmittag“ zu unterschiedlichen außer/schulischen Räumen: Turnsaal, Tunnel im Schulhofgarten, Volkertmarkt, Donaucitykirche, Dianabad, Küche, Cafe Ansari, Architekturbüro STADTGUT…

Unterschiedliche Raumsituationen erfuhren sie durch verschiedene Materialien, Lichtsituationen, Nutzungen (Zur Fragestellung "Was macht unterschiedlichen Raum aus?").

 

Aktives „Schaffen“ von Raum gelang ihnen mit dem eigenen Körper: Turnübungen zu „Raum und Bewegung / Geschwindigkeit“, physisches Wahrnehmen des eigenen Körperraumes…

 

Verbales und zeichnerisches Beschreiben von Raum probierten sie am Beispiel des eigenen Kinderzimmers und der im Rahmen der Exkursion „erfahrenen“ Räume.

Die Raumwahrnehmung und -erfahrung als wesentliche Grundlage für die Entwicklung der Kinder wurde somit im Projekt auf vielfältige Weise unterstützt.

Im Mai schließlich wurde auch ein wunderschönes gemeinsames Projektprodukt geschaffen:  bei einer Intervention im Schulgarten wurden die räumlichen Gegebenheiten (Baum, asphaltierte Fläche, Wiese, Fassade…) einbezogen. Verwendet wurden Planrollen – ein Abfallprodukt aus dem Architekturschaffen - die hervorragende statische Eigenschaften besitzen, von jungen SchülerInnen leicht bearbeitbar und in ihrer Dimension und Materialität von diesen gut manipulierbar sind. Je nach „Entwicklungsstufe“ konnten die SchülerInnen gemeinsam, alleine oder in Gruppen im Rahmen ihrer Fähigkeiten das Thema Raum darstellen, behandeln und erleben. Die jeweiligen LehrerInnen und die beiden Architekten standen ihnen dabei zu Seite. Gemeinsam wurde ein Raum aus Planrollen „konstruiert“/„geschaffen“, der von den SchülerInnen „bewegt“, benutzt, bespielt werden kann.